Beruf

Auch im Berufsalltag können sich Symptome eines psychischen Krankheitsbildes zeigen. Man versucht, dies meist tage-, monate- oder gar jahrelang vor den Kollegen oder vor den Arbeitgebern zu verheimlichen. Doch auch dieser Schein bricht irgendwann einmal zusammen.

Vor den Mitarbeitern und Geschäftsführern wird die eigene Stimmung dann gern als ”Müdigkeit” oder als ein ”Heute ist einfach nicht mein Tag!” abgetan. Man lächelt freundlich, obwohl einem nicht danach ist – stattdessen würde man lieber davonlaufen, weinen oder gar schreien wollen!

Doch die Scham überwiegt und so weiß man im Inneren genau, dass man jetzt funktionieren muss! Der Druck, die Erwartungen und der daraus resultierende Stress lässt uns vollkommen unentspannt durch den Tag gleiten.

Die Maske fällt…

Sobald der Feierabend anbricht, spürt man die Kopfschmerzen. Manchmal laufen einem sogar die Tränen über das Gesicht, weil die Anstrengung und die gute Miene zum bösen Spiel von den Schultern fällt. Teilweise begleiten uns die Geschehnisse vom Tag bis ins Bett. Die unbeantworteten Fragen, wie die nächsten Tage oder die kommenden Wochen bewältigt werden sollen, können sogar für Schlaflosigkeit sorgen. Am nächsten Morgen setzt man sich die Maske jedoch erneut auf – und so beginnt der Kampf stets von Vorn.

Ja, das ist sehr ungesund und für die eh schon belastete Seele sicherlich kein erfolgversprechender Heilungsprozess. Dennoch trägt uns der eiserne Wille, auch mit einer psychischen Störung arbeiten zu wollen, jeden Tag voran. Früher konnten wir uns nicht einmal vorstellen, überhaupt jemals den eigenen Lohn zu verdienen. Dabei stehen wir jetzt vielleicht sogar in Führungspositionen, die den Berufsalltag kräftezerrend gestalten.

Wenn auch Du diese Gefühle im Alltag wahrnehmen musst, kannst du gern einmal unter unsere Selbsthilfe schauen – vielleicht gibt es einen Punkt, der dein Inneres schneller ausbalancieren kann!

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